Medien

[Video] Die Zinsfalle – Was mache ich mit meinem Geld?

Zinsfalle

Der SWR hat Anfang 2017 einen Beitrag über das Thema „Die Zinsfalle – Was mache ich mit meinem Geld?“ veröffentlicht. In dem Beitrag geht es vor allem um die aktuelle Zinslage. Derzeit gibt es beispielsweise magere 0,05% auf ein Sparbuch. Auch bei Tages- und Festgeld sind die Zinsen sehr niedrig.

In den letzten Jahren haben Sparer viel Geld verloren. Die Zentralbanken stellen viel Geld zur Verfügung und somit ist das Angebot an Kapital deutlich höher als die Nachfrage nach Kapital. Der Preis des Geldes – der Zins – sinkt, da genug Geld vorhanden ist.

In dem Beitrag berichten einige Sparer über die Zinsen, die es früher gab. Damals waren, laut Sparer, bis zu 11% auf Festgeld und 3-4% auf Tagesgeld möglich. Zinsen, von denen wir heute sehr weit entfernt sind und die laut Verbraucherzentrale und Banken auch in den nächsten Jahren nicht zu bekommen sind.

Der SWR zeigt anhand von 3 Personen, wie man derzeit sein anlegen könnte.

Beispiel 1 – ein Rentner möchte Geld anlegen:

Zusammen mit seiner Frau lebt ein Rentner in einem abbezahlten Haus. Er bekommt bald eine Lebensversicherung ausbezahlt und er möchte das Geld nun weiter anlegen. In dem Beitrag sucht er Rat bei seiner örtlichen Volksbank. Dort werden ihm unter anderem Immobilien- und Aktienfonds empfohlen. Der Rentner sollte jedoch sein Geld breit streuen.

Beispiel 2 – ein Mann interessiert sich für Sachwerte:

Im nächsten Beispiel hat ein Mann einiges gespart und auch geerbt.
Er sucht Rat bei zwei Vermögensberatern, die eher Sachwerte empfehlen.
Als Möglichkeiten werden Wald, Whisky und Edelmetalle aufgezeigt.
Sachwerte könne man anfassen und verstehen. Die Rendite ist nicht groß – jedoch seien dies sichere Anlageprodukte, die ihren Wert nie komplett verlieren würden.

Der Sparer investiert außerdem noch in ausländische Banken über Weltsparen.de
Dort seien Zinsen von 1,2 – 1,8 % möglich.

Beispiel 3 – eine Frau sucht nachhaltige Investitionen:

Im dritten Beispiel möchte eine Freiberuflerin eine größere Summe anlegen, welche ihr bald zur Verfügung steht. Sie ist eher auf der Suche nach alternativen Banken. Bei der Finanzkrise hat sie durch spekulative Geschäfte 10.000€ verloren.

In dem Beitrag wird sie durch die GLS-Bank beraten. Die GLS-Bank ist eine sogenannte nachhaltige Bank, die zum Beispiel in ökologisch und sozial sinnvolle Projekte investiert. Desweiteren bietet die Bank ethisch geprüfte Aktienfonds an, die nicht in Genforschung, Atomtechnik oder Rüstung investieren.
Die alternativen Banken scheinen sehr transparent zu sein, es gibt jedoch auch deutlich weniger Rendite. Die Beraterin der GLS-Bank empfiehlt Sparbriefe für konkrete Projekte. Die Zinsen sind sehr niedrig, jedoch wüsste man, worin man investiert.

Fazit:

Meine persönliche Meinung ist, dass man gerade das zweite Beispiel sehr kritisch betrachten sollte. Laut den Vermögensverwaltern funktionieren Fondsparpläne nicht mehr – da habe ich eine andere Meinung. Die zwei Vermögensverwalter sind mir bereits seit einiger Zeit auf Youtube aufgefallen. Auf Youtube und auch im Beitrag sprechen die zwei immer wieder vom großen „Crash“. Klar – der nächste Crash wird garantiert irgendwann kommen. Doch die Art und Weise wie sie vom Crash reden gefällt mir nicht. Das Wort Crash-Propheten ist mir in den Sinn gekommen.

Ich finde es jedoch auch richtig und wichtig, dass man über den Tellerrand guckt. Jedoch sind die Zinsen/Wertsteigerungen gerade in den beiden letzten Beispielen so niedrig, dass diese nicht vermögensvermehrend genannt werden können. Bei allen Beispielen wurden auch nicht die Kosten der Investitionen genannt. Was kostet ein Wald im Jahr? Kosten Sparbriefe Geld? Wie teuer ist ein Aktienfond? Lediglich Renditeerwartungen wurden erwähnt.
Auf ETFs wurde leider gar nicht eingegangen, was ich sehr schade finde.

Der Beitrag befindet sich frei verfügbar in der ARD Mediathek:
Die Zinsfalle – Was mache ich mit meinem Geld?

Erschienen 01.02.2017
Dauer: 44 Min.
Verfügbar bis 01.02.2018
Quelle: SWR

Wie findet ihr den Beitrag?

2 Kommentare

  1. Christian Wimmer

    Den Beitrag habe ich wo anders schon mal gesehen. Auch mir sind diese Crashpropheten aufgefallen, fand es gut das der Anleger im Video sich dann aber nicht komplett darauf eingelassen hat.

  2. Ich finde es sehr schade und Traurig, dass es in Deutschland keine richtige Aktienkultur gibt. Viele haben offenbar immernoch den DotCom Crash der Jahrtausendwende im Kopf obwohl dieser schon lange verdaut ist. Leider hat das Deutsche Volk deshalb unterproportional an dem Aktienboom seit 2009 profitiert. In Deutschland wird das Thema Altersarmut von Jahr zu Jahr gravierender. Viele Eltern verpassen es leider, Ihren Kindern ausreichendes Finanzwissen beizubringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.